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Wenn die Kamera mitdenkt: das Huawei Mate 10 Pro im Test

Berlin (dpa/tmn) – Ein erfolgreiches Smartphone muss diesen Herbst auf den ersten Blick vor allem eine Sache haben: ein riesiges Display. Nach Samsung, LG, Google und Apple macht auch Huawei hier keine Ausnahme.

Das neue Spitzenmodell Mate 10 Pro besteht von vorn gesehen gefühlt nur aus Bildschirm. Sechs Zoll misst das OLED-Display in der Diagonalen. Huawei folgt hier dem neuen Quasi-Standard der Android-Spitzenklasse: 18:9-Format, Auflösung jenseits der 2000 Pixel (2160 zu 1080 Pixel), tadellose Darstellung. Spiele, Webseiten und Filme sehen auf dem großen Display gut aus, die Farben sind kräftig, der Blickwinkel ist stabil.

Auch der Rest des Mate gibt kaum Grund zur Klage. Wuchtig liegt es in der Hand, Metallrahmen und Glasrückseite sind angenehm griffig. Alle Schalter und der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite sind gut erreichbar. Leider stehen die beiden Kameralinsen scharfkantig aus dem Gehäuse hervor. Gut, dass in der Packung gleich eine Silikonhülle beiliegt.

Ab Werk steckt Android 8 mit Huaweis EMUI-Oberfläche im Mate 10 Pro. Sie lässt sich mit wenigen Handgriffen an europäische Sehgewohnheiten anpassen und ansonsten recht leicht bedienen.

Prominent in einem farblich abgesetzten Streifen auf der Rückseite platziert, liegt die gemeinsam mit Leica entwickelte Doppelkamera des Mate 10 Pro. Sie schlägt sich im Alltag sehr gut – wenn man die Qualität einer Kamera daran misst, dass jeder mit ihr gute Fotos machen kann. So gesehen lassen die beiden Linsen keine Wünsche offen. Die Programm-Modi für Nachtaufnahmen, Porträts oder Panoramen unterstützen gut. Wer selbst alle Einstellungen vornehmen möchte, aktiviert mit einem Wisch den Profi-Modus. An Googles Pixel 2 oder Samsungs Note 8 reicht das Kamera-Duo nicht ganz heran, der Abstand zur Spitze ist aber gering.

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Herzstück des Mate 10 Pro ist Huaweis selbstentwickelter Prozessor Kirin 970, die nach Unternehmensangaben erste mobile Plattform für Künstliche Intelligenz (KI). Neben den acht Rechenkernen verfügt der Kirin über eine sogenannte Neural Processing Unit (NPU). Sie soll dem Mate zu Maschinenlernfähigkeit verhelfen und schneller Informationen mit Hilfe der vielen Sensoren am Smartphone erkennen und verarbeiten.

Den Einsatz dieser KI merkt man im Alltag eigentlich kaum, da sie eher dezent im Hintergrund werkelt. Etwa beim Einstellen der Kamera, wie Huawei-Chef Richard Yu im Gespräch auf der Elektronikmesse IFA erklärte. Mit intelligenter Objekterkennung «weiß» die Kamera, was vor der Linse ist und stellt sich entsprechend ein. Sogar schnelle Reaktionen auf verschiedene Szenen während Videoaufnahmen sollen möglich sein. Soweit sich das feststellen lässt, klappt das gut. Mehr von der Intelligenz des Kirin 970 spürt man im Alltag aber nicht.

Insgesamt schlägt sich der Kirin 970 mehr als wacker. Das Mate 10 Pro muss sich hinter mit Qualcomm-Chips bestückten Konkurrenten nicht verstecken. Auch der große Akku mit 4000 Milliamperestunden Kapazität ist gut bemessen. Einen Tag intensive Nutzung schafft das Mate 10 Pro locker, auch noch den Morgen des nächsten Tages. Weiteres interessantes Detail: Das Mate 10 Pro ist ein Dual-SIM-Gerät mit zwei vollwertigen Kartenschächten. Soll heißen: Es gibt kein Entweder-oder mehr – beide genutzten SIM-Karten können über LTE verfügen.

Das Huawei Mate 10 Pro ist ab Mitte November für rund 800 Euro ohne Vertrag verfügbar. Mit dem Mate 10 lite hat Huawei aber noch einen soliden Herausforderer in den eigenen Reihen. Bei annähernd gleichem Formfaktor gibt es einen LCD- statt eines OLED-Bildschirms, etwas weniger Rechenleistung, keinen Neuralnetz-Prozessor und keine Leica-Kameras. Außerdem statt Android 8 «nur» den Vorgänger und statt USB-C «nur» Micro-USB. Dafür aber für rund 400 Euro ein Smartphone mit Riesenbildschirm, ordentlicher Doppelkamera und Klinkenstecker für Kopfhörer. Wer die 800 Euro für das Mate 10 Pro nicht aufbringen mag, könnte hier einen günstigeren Ersatz finden.

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