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Vodafone startet erstes 5G-Netz in Deutschland

Düsseldorf (dpa) – Als erstes deutsches Telekommunikationsunternehmen hat Vodafone ein kommerzielles 5G-Netz gestartet. Die Firma aktivierte 25 Antennenstandorte in Düsseldorf, Köln, Dortmund und anderen Städten und Gemeinden.

Das 5G-Netz von Vodafone ist noch sehr beschränkt, bundesweit hat das Unternehmen insgesamt rund 25.000 Mobilfunkstationen mit allen verschiedenen Standards, darunter 4G (LTE). Im August soll die Zahl der Stationen mit 5G auf mehr als 50 klettern. 2020 nehme der Ausbau dann Fahrt auf, mehrere tausend 5G-Stationen sollen gebaut werden. Ende nächsten Jahres soll etwa jeder achte Bundesbürger in Reichweite einer 5G-Antenne wohnen, Ende 2021 jeder vierte.

Bei dem Ausbau setzt die Branche auf die Aufrüstung bestehender 4G/LTE-Stationen. «Wir werden nicht signifikant mehr Masten sehen als heute», sagt Vodafone-Technikchef Gerhard Mack. «Ich habe keine Angst vor Antennenwäldern.»

Vodafone-Kunden können 5G zu bestehenden Verträgen hinzubuchen. Dies kostet in den üblichen Verträgen fünf Euro zusätzlich. Allerdings braucht man dazu neue Smartphones, die 5G-kompatibel sind – Vodafone bietet hierfür Modelle von Huawei und Samsung an. Das Huawei wäre sofort nutzbar für den neuen Mobilfunkstandard, das Samsung erst ab Mitte August.

Vodafone-Konkurrenten sind noch nicht so weit. Die Deutsche Telekom aktiviert ihr 5G-Netz nach eigenen Angaben erst «in den nächsten Wochen», Telefónica und der Neueinsteiger als Netzbetreiber, United Internet, halten sich zu ihren Start-Zeitpunkten noch bedeckt.

Die Deutsche Telekom hatte bereits Anfang Juli ihre 5G-Tarife vorgestellt – das Bonner Unternehmen setzt im Gegensatz zu Vodafone nicht auf eine monatlich kündbare Zubuch-Option, sondern auf einen 24-Monatsvertrag.

Für Privatkunden ist die 5. Mobilfunkgeneration noch nicht sehr wichtig, die allermeisten mobilen Anwendungen sind mit dem bisher schnellsten Standard, 4G oder LTE genannt, gut nutzbar. Für Virtuelle Realität (VR) oder datenaufwendige Online-Games könnte 5G zukünftig aber nötig sein.

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