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PPS-Software für effiziente Fertigungsplanung – Teil 1

In der Fertigungsindustrie ist Gemütlichkeit selten. Zu sehr stehen Betriebe unter dem ständigen Optimierungsdruck, den anspruchsvoller werdende Kunden und der weltweite Wettbewerb ausüben. Produkte und Prozesse kommen regelmäßig auf den Prüfstand: Kann noch einfacher, schneller und sparsamer gefertigt werden, ohne dass die erwartete Qualität leidet? Viele kleine Kostenoptimierungen summieren sich zu dem, was die Rendite stabil hält.

Neben dem Einkauf liegt die Produktionsplanung und -steuerung (PPS) im Fokus der Optimierung. Besonders die immer variantenreicheren Produkte machen eine effiziente Produktionsplanung zur anspruchsvollen Aufgabe. Die vielen Parameter bringen auch erfahrene Planer-Gehirne irgendwann an ihre Grenzen.

In Verbindung mit der Warenwirtschaft, heute als ERP (Enterprise Resource Planning) bekannt, leistet eine computergestützte PPS die umfassende Planung finanzieller und personeller Ressourcen des Betriebs. Dabei geht es immer um die Frage, wie letztlich begrenzte Kapazitäten bestmöglich genutzt werden.

Der primäre Bedarf an Verkaufsprodukten

Der Vertrieb liefert meistens die Einschätzung, wie sich Verkaufszahlen der einzelnen Produkte, Produktgruppen und -familien mittel- und langfristig entwickeln. Außerdem werden Markt- und Kundenwünsche mit Potential weitergegeben und damit Vorschläge für neue Produkte platziert. Daraus entsteht die Produktionsprogrammplanung oder Primärbedarfsplanung. Diese beruht in der Regel auf einer Nachfrageprognose oder auf bereits vorliegenden Bestellungen.

Die Sekundärbedarfsplanung

Aus der Primärbedarfsplanung der verkaufsfähigen Produkte lässt sich der sekundäre Bedarf ableiten. Dabei wird der Inhalt des Primärbedarfs auf seine Bestandteile heruntergebrochen, um zu ermitteln, welche Einsatzgütermenge nötig ist.

Gerade bei der Sekundärbedarfsplanung, auch Materialwirtschaft oder Materialdisposition genannt, kann intelligente Software die Berechnung erheblich beschleunigen und sicherer machen. Korrekt gepflegte Stücklisten vorausgesetzt, erledigt ein Computerprogramm diese Fleißaufgabe in Sekunden. Da Stücklisten der verschiedensten Form Kern jeder Fertigung sind, liefern Konstruktionsprogramme (CAD) diese auf Knopfdruck. Produktionsseitig können gute ERP-Systeme diese Stücklisten importieren und so der Produktionsplanung verfügbar machen.

Fertigungsplanung 4.0 - In 7 Schritten zur optimalen PPS

Der Schritt zu einer modernen Warenwirtschaft (ERP) mit Produktionsplanungs- und Steuerungsfunktionen (PPS) gibt einem Unternehmen einen enormen Schub an Effizienz, Überblick ...

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Die Losgröße

Rüst- und Reinigungszeiten verursachen Kosten. Daher ist es wirtschaftlich sinnvoll, die Produktion von identischen Teilprodukten zusammenzufassen, auch wenn sie nicht für den gleichen Auftrag oder den gleichen Produktionszyklus benötigt werden. Gleichzeitig möchte man jedoch keine zu großen Bestände an Teilprodukten auf Lager legen müssen. Ferner können manche Materialien nur in bestimmten Mengen verbraucht werden. Reste bleiben dann ungenutzt und verursachen zudem Entsorgungskosten.

Die Balance dieser Aspekte drückt sich in der optimierten Losgröße aus. Meist steht für ein Teilprodukt die minimale und die maximale Losgröße fest. Eine PPS-Software kann hier nun die optimale Losgröße vorschlagen in Abhängigkeit des aktuellen Ablaufplans. Das bedeutet, dass die Produktion auf mehrere Lose aufgeteilt werden kann, wenn dies die Kapazitäten unter Berücksichtigung der Auftragstermine besser auslastet.

Termin- und Kapazitätsplanung

Auf Basis der Sekundärbedarfsplanung erfolgen die grobe Terminierung und Kapazitätsplanung. Diese besteht aus drei Schritten. Die Durchlaufterminierung legt grob und vorläufig fest, wie die Start- und Endtermine für die Herstellung von Zwischen- und Endprodukten liegen. Grundlage dafür sind die geschätzten oder in der Vergangenheit gemessenen Durchlaufzeiten.

Diese grobe Planung ergibt eine Kapazitätsnachfrage, welche im zweiten Schritt – der Kapazitätsplanung – auf die realen Kapazitäten abgebildet wird. Hierbei spielen die tatsächlichen Arbeitssysteme aus Maschinen und Mitarbeitern sowie die Zeiteinheiten (Tage, Wochen) die zentrale Rolle. Gerade hier liefert Software mit ihren grafischen Möglichkeiten eine schnelle und übersichtliche Darstellung der Lage, zum Beispiel in sogenannten Belastungsdiagrammen.

Und auch im dritten Schritt erleichtert PPS-Software die Arbeit des Planers drastisch. Da bei einer guten Auftragslage in der Regel die Kapazitätsnachfrage über dem Kapazitätsangebot liegt, muss nun ein Abgleich erfolgen, um zu einem realistischen Produktionsplan zu kommen. Computergestützte PPS sorgt hier für schnelle und durch Plausibilitätsprüfungen validierte Ergebnisse.

Doch wie geht es dann weiter? Teil 2 unserer Serie zu PPS-Software widmet sich folgerichtig den „drei A`s“ der Fertigungsplanung: Auftragsfreigabe, Ablaufplanung und Auftragsüberwachung. Hier geht es zum Artikel.

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