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Künstliche Intelligenz erreicht Unterhaltungselektronik

Berlin (dpa) – Künstliche Intelligenz gehört laut einer aktuellen Studie längst zum Alltag der Verbraucher – und nimmt auch in der Unterhaltungselektronik an Bedeutung zu.

In erster Linie werden entsprechende Lösungen zwar derzeit für Mobilität und Verkehr genutzt, ergab eine repräsentative Studie, die die Branchengesellschaft gfu im Vorfeld der IFA in Berlin in Auftrag gegeben hat. Aber auch in den für die Messe relevanten Branchen nehme KI eine zunehmend wichtige Rolle ein, betonte die gfu am Mittwoch in Berlin.

So nutzen bereits 80 Prozent der Befragten KI zur Verkehrsleitung oder planen den Einsatz, wie die Umfrage unter 2000 Haushalten in Deutschland ergab. Inzwischen steuern jedoch auch bereits 68 Prozent ihre smarten Unterhaltungsgeräte per Sprache beziehungsweise haben dies vor. 63 Prozent verwenden entsprechende Lösungen für die Live-Übersetzung. Und Haushaltsgeräte steuern 57 Prozent der Befragten per Sprache mit Hilfe von KI.

Die Einstellung der Bevölkerung in Deutschland zur Künstlichen Intelligenz sei überwiegend positiv, sagte Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, am Mittwoch in Berlin. Generell sähen Verbraucher den größten Nutzen in der Medizintechnik, der Gesichtserkennung, der Verkehrslenkung und in der Industriellen Fertigung. Die Hauptgründe für eine Ablehnung solcher Technologien lägen im Schutz der Privatsphäre (60 Prozent der Befragten) sowie der Auffassung, dass die Anwendungen noch nicht ausgereift seien (59 Prozent).

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Auf der IFA, die in diesem Jahr vom 6. bis 11. September in Berlin stattfindet, werden die großen Hersteller vor allem ihre Lösungen für die smarte Vernetzung ihrer Geräte präsentieren. Samsungs Mobil-Chef Dong Jin Koh hatte erst kürzlich das Ende der Ära des Smartphones erklärt. Statt per Handy ließen sich Unterhaltungs- und Haushaltsgeräte künftig mehr und mehr mit intelligenter Sprachsteuerung nutzen.

Der südkoreanische Elektronikhersteller will die Steuerung und die Vernetzung von Unterhaltungsgeräten auch in diesem Jahr wieder in den Vordergrund auf der Messe stellen. Ab 2020 sollen alle Produkte vernetzt sein. «Die Vorzüge der Produkte werden nicht mehr über ihre Hardware-Ausstattung definiert», sagte Samsung-Manager Mike Henkelmann. Um so mehr werde der Bedienkomfort das ganz große Thema sein.

Ab Herbst will Samsung auch in Deutschland seine «SmartThings»-Produktreihe ausbauen. Auf der IFA zeigt das Unternehmen weitere Geräte, darunter auch Wasser- und Bewegungssensoren, die sich mit dem SmartHub verbinden lassen. Bislang hatte Samsung seinen Hub exklusiv über Vodafone zusammen mit einer Heim-Kamera vermarktet. Die Steuerungszentrale für das Smart Home soll dabei zugleich auch als Plattform für die Produkte anderer Hersteller offenstehen. «Wir glauben, dass ein „wahres“ Smart Home nur mit einem offenen Partnernetzwerk möglich ist», sagte Samsung-Manager Thorsten Böker. Zum Start würden Produkte von über 80 Partnern in Deutschland unterstützt.

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