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Altmaier: Deutschland kämpft um digitalen Spitzenplatz

Hannover (dpa) – Deutschland muss nach Ansicht von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beim Kampf um einen Spitzenplatz bei der Digitalisierung junge, innovative Unternehmen stärker fördern.

Bei der Eröffnungsfeier der IT-Messe Cebit (11. bis 15. Juni) sagte der CDU-Politiker am Montagabend in Hannover: «Wir wollen uns jetzt einen Platz als führendes Digitalland erkämpfen.» Es gelte, das Erfolgsmodell der westlichen Wirtschaften fortzuschreiben.

Debatten über Risiken seien wichtig, dürften aber nicht zur Abwanderung kreativer Köpfe und ihrer Ideen führen, meinte Altmaier mit Blick auf innovative Start-up-Firmen. Herausragenden Forschern und Wissenschaftlern müssten auch in Europa Anreize gegeben werden, um dort tätig zu werden. «Ansonsten werden wir diesen Wettlauf nicht gewinnen», sagte er. Europa müsse ihnen Heimat bieten.

EU-Kommissarin Mariya Gabriel verteidigte die Notwendigkeit eines europäischen digitalen Regelwerk. «Unsere gemeinsame Zukunft ist digital», sagte sie und betonte: «Europa muss gemeinsam handeln.» Bis 2020 könne Europa den Anteil der Digitalwirtschaft an der Wirtschaftsleistung von zwei auf vier Prozent verdoppeln. Europa wolle bis 2023 die schnellsten Computer entwickeln. Allerdings hätten mehr als 40 Prozent aller Europäer keine digitalen Basis-Kenntnisse.

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Es gebe zudem nicht nur einen Mangel an Fachkräften, sondern auch einen dramatischen Mangel an Frauen im digitalen Bereich. IBM-Chefin Ginni Rometty sprach sich für eine Anpassung des Bildungssystems an die neuen technologischen Herausforderungen aus.

Bitkom-Präsident Achim Berg sagte mit Hinweis auf Probleme bei der Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung: «Wenn die Politik uns lässt, dann können wir ganz tolle Sachen machen.» Der 3D-Druck etwa werde nicht nur die Produktion grundlegend verändern, sondern auch Arbeitsplätze zurück nach Deutschland holen, das in vielen Bereichen der Digitalisierung vorne dabei sei. Wichtig sei es aber, die Mitarbeiter bei der Entwicklung mitzunehmen und früh Weichen zu stellen. Protektionismus sei keine Lösung, Digitalisierung sei Austausch und Teilhabe.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) betonte mit Hinweis auf die bei der Cebit vertretenen 400 Start-up-Firmen: «Die Cebit hat das Potenzial, das größte Start-up-Treffen der Welt zu werden.» Die Messe sei eine der größten Diskussions-Plattformen rund um digitale Thema.

 

Zum neuen Konzept der Cebit

 

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