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Gefahr für den deutschen Mittelstand?

Airbnb, Uber & Co. stellen Branchen auf den Kopf: Gefahr für den deutschen Mittelstand?

X ist das neue Y, alles wird anders und bleibt im Fluss heißen die Floskeln der Zeit. Uber fordert die Taxis heraus ohne eigene Autos zu besitzen und Airbnb vermittelt Unterkünfte ohne auch nur eine zu besitzen. Die Unternehmen schaffen Angebote, die es vorher nicht gab. Sie erfüllen zwei Bedürfnisse – die eine Seite bekommt Geld für eine Wohnung, die sonst leer stehen würde und die andere eine günstige Unterkunft mitten im Leben. Wirkt sich diese Form der Digitalisierung auf den deutschen Mittelstand aus?

Klar ist, dass der deutsche Mittelstand nicht nur aus Unternehmen wie Hotels und Taxigesellschaften besteht, die Einzelpersonen mit Produkten versorgen. Der Großteil der Mittelständler ist im B2B tätig. Diese Unternehmen liefern Maschinen, sind oft Marktführer und arbeiten global. Hier kann so leicht kein Start-Up aus dem Silicon Valley kommen und sich als Vermittler zwischenschalten, da keiner der Beteiligten einen Nutzen hat: Weder der Mittelstand noch der Käufer seiner Güter. In diesem Bereich zeigt sich die Digitalisierung vor allem in zwei Punkten: Der Effizienzsteigerung und Automatisierung von Abläufen.

Keine neuen Geschäftsmodelle nötig

Es kommt selten vor, dass komplett neue Geschäftsmodelle entstehen. Es geht bei der Digitalisierung meist um Modifikationen, mit denen sich deutliche Wettbewerbsvorteile erzielen lassen. Zwei Beispiele verdeutlichen das:

Erstens liefert ein Unternehmen Druckmaschinen, mit denen ein Hersteller Küchenpapier mit farbenfrohen Motiven bedruckt. Bisher hat der Papierhersteller die Druckmaschine gekauft, musste sie warten, reparieren und irgendwann eine neue kaufen. Das war eine große Investition. Nun rüstet der Hersteller der Druckmaschinen diese mit Sensoren aus und erfasst alle Daten im eigenen Unternehmen: Kunde, Anforderungen, Maschinenleistung etc. Der Hersteller verkauft daraufhin nicht mehr die Druckmaschine, sondern das bedruckte Küchenpapier: Die Daten sagen ihm, wann eine Wartung nötig ist, was der ideale Zeitpunkt dafür ist, wann man neue Walzen benötigt oder neue Farbe, wann man umrüsten muss, weil ein neues Motiv gedruckt werden soll. Der Hersteller des Küchenpapiers hat eine Sorge weniger und zahlt nach Aufwand. Aus der Druckmaschine wird eine Serviceleistung. Das Geschäftsmodell ist transformiert.

Zweitens erleichtert die Digitalisierung die Rechnungsstellung enorm: Niemand muss mehr per Hand die nötigen Daten zusammensuchen, wenn die Daten zentral verwaltet werden: Anschrift, Bestellung, Lieferung liegen in einem System bereit. Das System kann sogar Rohstofflieferanten automatisiert informieren, wann Nachschub benötigt wird. Lieferverzögerungen lassen sich früh ankündigen, was zur Verlässlichkeit beiträgt. Wer die Lieferanten anbindet, kann die Kommunikation und den Arbeitsfluss deutlich verbessern. Das ist keine Zukunftsmusik: Die neuen Cloud-Technologien machen es für jedes Unternehmen erschwinglich, die Vorteile an Effizienz in vielen Unternehmensbereichen zu nutzen. Dabei sorgen Schnittstellen zu bestehenden IT-System dafür, das Daten in Echtzeit fließen.

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Aus Daten Informationen machen

Die Beispiele haben eines gemeinsam: Sie sammeln Daten und werten sie aus. Aus den sonst so gut wie wertlosen, verstreut vorkommenden Daten wie Kundenadresse, vorhandenen Rohstoffen, Maschinendaten, Bestellungen, Serviceleistungen, Lieferung, Lagerbestand etc. werden Informationen. Diese Informationen sind wertvoll: Sie schaffen neue Services, Verlässlichkeit und Effizienz. Die Anpassungen, die der deutsche Mittelstand mit der Digitalisierung vornehmen sollte, sind vergleichsweise klein, können aber eine enorme Wirkung erzielen. Es muss nicht gleich das neue Airbnb sein.

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